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Machen Zecken einen Winterschlaf?

Von Igel und Murmeltier wissen wir: Im Winter treffen wir sie draussen nicht an. Aber was ist mit den Zecken? Sind sie auch in der kalten Jahreszeit eine Gefahr für uns? Hier erfahren Sie, was die lästigen Blutsauger im Winter machen und wo sie sich aufhalten.

Zecken sind äusserst widerstandsfähige Kreaturen. Weder Hitzewellen noch Kälteperioden können ihnen etwas anhaben. Sie fühlen sich im Winter zwar nicht richtig wohl, doch wenn es nicht über längere Zeit unter minus 20 Grad kalt ist, sterben sie nicht. Zecken finden auch in der kühlen Jahreszeit ausreichend Plätze, die angenehm warm und feucht sind. Dort harren sie aus, bis der Schnee schmilzt und die Sonne wieder wärmt.

Ist der Winter zecken-frei?

Natürlich ist die Gefahr, Zecken im Winter zu begegnen geringer als in den wärmeren Jahreszeiten. Die winzigen Spinnentiere sind jedoch auch in milden Wintern aktiv. Sie schützen sich vor Kälte, indem sie sich unter Pflanzen- oder Schneeschichten verstecken. Eine geschlossene und genügend dicke Schneeschicht ermöglicht unter Umständen, dass die Temperaturen unterhalb des Schnees nur knapp unter dem Gefrierpunkt liegen, während es darüber dennoch eiskalt ist.

Auch gut bedeckt im üppigen Unterholz fühlen sich die Blutsauger wohl. Hier finden sie die lebensnotwendige hohe Luftfeuchtigkeit, Schutz vor Witterung und vor Fressfeinden. In Höhlen oder Nestern anderer Tiere finden Zecken zudem Schutz und die eine oder andere Blutmahlzeit.

Zecken finden auch gerne einen Platz im Fell von Hunden und Katzen. Mit Hilfe von Haustieren gelangen sie im Winter in die Wohnung und unter Umständen auf die Haut von Menschen. Bei häufigem Körperkontakt mit Haustieren ist es für Zecken jedoch besonders leicht, über das Fell auf die Haut des Menschen zu gelangen.

Das grosse Krabbeln geht weiter – nach der Saison ist vor der Saison

Zecken sind zunehmend ganzjährig aktiv. Sobald die Temperaturen an mehreren Tagen hintereinander bei acht Grad Celcius oder darüber liegen, fangen sie wieder an zu krabbeln. Dies zeigten die letzten Jahre deutlich. In der Schweiz reicht die Zeckensaison in der Regel von März bis November. Bei milden Temperaturen verändern sich Saisonbeginn und -ende entsprechend. Aus diesem Grund oder wenn der Boden während der Wintermonate nicht gefriert, können Zecken sehr früh wieder aktiv werden oder gar nicht erst in eine Winterstarre verfallen.

Schutz während der kalten Jahreszeit

Besonders während milden Wintern gilt: Achtung vor Zecken! In unseren Breitengraden ist der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) am häufigsten vertreten. Zecken können Krankheiten auf den Menschen übertragen, die bleibende Schäden verursachen können. Nebst Borreliose-Bakterien können sie u.a. auch die Viren der Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, übertragen. Um die Gesundheit zu schützen, sollte auch im Winter auf die entsprechende Vorsorge geachtet werden. Damit kann das Risiko einer Übertragung reduziert werden.