Risikogebiete im Ausland

Wer verreist, muss vor dem Packen an einige Dinge denken: Klima, Kultur und sanitäre Situation der Reisedestination spielen für die Vorbereitung eine Rolle. Gegebenenfalls muss die Reiseapotheke aufgestockt oder an vorsorgliche Impfungen gedacht werden. Bei der medizinischen Vorbereitung können auch Zecken ein Thema sein. Es stellt sich die Frage, in welchen geografischen Regionen die kleinen Blutsauger heimisch sind.

Diese Seite beantwortet folgende Fragen:

Wo im Ausland gibt es Zecken?

Welche Länder sind von Zecken betroffen?

Wo befinden sich im Ausland Risikogebiete für Borreliose oder FSME?

Zecken gibt es weltweit. Auch in der Schweiz ist diese der Milbenfamilie angehörende Spezies inzwischen in allen Landesteilen vertreten. Jedoch sind nicht alle Zecken Träger von Krankheitserregern wie Borrelien oder FSME-Viren. Innerhalb der Schweiz sind die Regionen bekannt, die als FSME-Risikogebiete oder Borreliose-Risikogebiete gelten. Es ist sicherlich ein Vorteil, zu wissen in welchen Ländern ausserhalb der Schweiz Zecken vermehrt anzutreffen sind. Ein Blick über die Landesgrenzen der Schweiz hinweg.

Östlich der Schweiz ist FSME weit verbreitet

Die Infektionskrankheit FSME ist in Europa auf dem Vormarsch. Die durch Zecken übertragene Erkrankung ist in Russland und im fernen Osten bereits weit verbreitet. Damit ist es nicht nur bei einer Reise nach Osteuropa ratsam, die nötigen Schutzmassnahmen zu treffen: Gegen FSME ist eine wirksame Impfung möglich. Auf der östlichen Seite des adriatischen Meers bestehen grössere Risikogebiete: etwa in Albanien, Kroatien oder auch in Serbien.

Südlich und westlich der Schweiz: FSME als Feriensouvenir?

Die klassischen Feriengebiete sind von der Infektionskrankheit etwas weniger betroffen als die östlichen Regionen: In Frankreich wurden bisher nur vereinzelte Fälle von FSME nachgewiesen. In Italien wurden meist nur im Norden Übertragungen gemeldet.

Nördlich der Schweiz kommen FSME-Fälle nur punktuell vor

Im deutschsprachigen Raum sind Zecken, die FSME übertragen können, nebst der Schweiz auch in Österreich und Deutschland heimisch. Weiter nördlich ist das Risiko jedoch nur noch punktuell vorhanden: In Norwegen, Schweden und Finnland treten zwar Fälle von FSME auf, diese beschränken sich jedoch auf Küstenregionen im Süden dieser Länder.

Borreliose tritt vor allem in der nördlichen Hemisphäre auf

Wie sieht es bei der Krankheit Borreliose aus, die ebenfalls von Zecken übertragen werden kann? Die Infektionskrankheit Lyme-Borreliose betrifft vor allem Nordamerika, Europa und Asien. Auf der Nordhalbkugel ist die Krankheit sogar die häufigste durch Zecken übertragene Infektion. Das Risiko für eine Infektion besteht auch in der Schweiz: Rund 5 bis 30 Prozent und stellenweise sogar die Hälfte der Zecken ist mit dem Bakterium Borrelia burgdorferi infiziert.

Egal ob zuhause oder im Ausland: Ein Zecken-Risiko besteht vielerorts

Das Risiko sich durch einen Zeckenstich mit Borreliose oder FSME zu infizieren, besteht in vielen Gebieten rund um die Erde. Während Borreliose beim Menschen mit Antibiotika behandelt wird aber es keinen Impfstoff gibt, verhält es sich bei FSME umgekehrt: Gegen FSME kann man sich impfen lassen, jedoch gibt es keinen Wirkstoff, wenn die Erkrankung erst einmal ausgebrochen ist.

Schutzmassnahmen sind überall gleich

Egal in welchem geografischen Gebiet Sie sich aufhalten: Es gilt immer, Zeckenstiche möglichst zu vermeiden. Denn die Medizin ist gegen durch Zecken übertragene Krankheiten nur bedingt gerüstet. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie sich mit praktischen Tipps besser vor Zecken schützen können.

Hinweis: Nebst Borreliose und FSME gibt es weitere Krankheiten, die von Zecken übertragen werden können.

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Über die Kampagne

zecken-stich.ch ist eine Aufklärungskampagne über Zecken und durch Zecken übertragbare Krankheiten. Auf dieser Seite finden Sie umfassende Informationen rund um die Themen Zecken, Schutzmöglichkeiten vor Zeckenstichen und die Risiken von durch Zecken übertragbaren Krankheiten. Kontaktieren Sie unbedingt einen Arzt oder Apotheker, wenn nach einem Zeckenstich Beschwerden auftreten oder Sie Fragen zu Ihrer Gesundheit haben.
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) begrüsst die Kampagne «zecken-stich.ch».