FSME-Risikogebiete in der Schweiz

Inzwischen gelten in der Schweiz fast alle Regionen als Risikogebiete für die Übertragung von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Ausschliesslich die Kantone Genf und Tessin wurden bislang davon ausgenommen. Die Krankheit wird durch den Stich einer infektiösen Zecke übertragen.

Dieser Artikel beantwortet folgende Fragen:

Welches sind die FSME-Risikogebiete in der Schweiz?

Wo leben Zecken, die FSME übertragen?

Wie kann man sich vor dem FSME-Virus schützen?

Eckdaten zu FSME in der Schweiz

  • Aufgrund der zunehmenden FSME-Erkrankungen in den letzten Jahren erweiterte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Anfang 2019 die Risikogebiete der Schweiz flächenmässig. Karte des BAG «Impfempfehlung»
  • Ausschliesslich die Kantone Genf und Tessin sind bisher von der Klassifizierung ausgenommen.
  • Daher gilt das gesamte Land mit Ausnahme dieser beiden Kantone als FSME-Verbreitungsgebiet.
  • Das BAG empfiehlt die Impfung gegen FSME für alle erwachsenen Personen sowie Kinder (im Allgemeinen ab sechs Jahren), die in einem Verbreitungsgebiet von FSME wohnen oder sich zeitweise dort aufhalten.

Fast in der gesamten Schweiz besteht das Risiko einer Infektion mit FSME

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist insbesondere in weiten Teilen Osteuropas und Russlands weit verbreitet. Auch in anderen Regionen Europas ist diese Krankheit, die primär von Zecken übertragen wird, auf dem Vormarsch. Dies gilt auch für die Schweiz. Inzwischen gilt das gesamte Land mit Ausnahme der Kantone Genf und Tessin als Risikogebiet. In den als Risikogebiete klassifizierten Regionen leben Zecken, die Überträger des FSME-Erregers sein können.

FSME-Risikogebiet
Fast die gesamte Schweiz, mit Ausnahme der Kantone Genf und Tessin, gilt inzwischen als FSME-Risikogebiet (dunkelgrüne Regionen).

Infizierte Zecken kommen bis 2’000 Meter über Meer vor

Der Lebensraum von Zecken weist klar Parameter auf: Bevorzugt sind mittel-gradig feuchte Stellen in Laub- und Mischwäldern mit üppigem Unterholz. Auch in Gärten oder Stadtparks können Zecken heimisch sein. Mit dem FSME-Virus infizierte Zecken kommen in der Schweiz bis zu ungefähr 2’000 Meter über dem Meeresspiegel vor. In den Verbreitungsgebieten der Infektionskrankheit tragen ungefähr 0,5 Prozent aller Zecken das Virus in sich. Daher besteht sowohl bei Spaziergängen im Wald als auch bei Wanderungen in den Bergen das Risiko für einen Zeckenstich mit FSME-Erkrankung als Folge.

Die FSME-Impfung wird der Schweizer Bevölkerung durch das BAG empfohlen

Das Expositionsrisiko kann je nach Beruf – beispielsweise in der Land- und Forstwirtschaft – oder bei Outdoor-Hobbies variieren. Klar ist: Menschen, die sich häufig im Freien aufhalten, haben ein höheres Risiko von einer Zecke gestochen zu werden. Das BAG empfiehlt die Impfung gegen FSME jedoch für alle erwachsenen Personen sowie Kinder (im Allgemeinen ab sechs Jahren), die in einem Risikogebiet (alle Kantone ausser Genf und Tessin) wohnen oder sich zeitweise dort aufhalten.

Früh ansetzen: Zecken gar nicht erst eine Chance für einen Stich geben

Zecken können weitere Krankheiten an den Menschen übertragen: Dazu gehört beispielsweise Borreliose. Gegen diese Erkrankung gibt es keine Impfung. Daher gilt auch für FSME-Geimpfte, sich möglichst vor Zeckenstichen zu schützen. Mit den richtigen Tipps und Schutzmassnahmen können Sie sich vor möglichen Stichen durch Zecken schützen.

Falls Sie mehr zu den Borreliose-Risikogebieten wissen möchten.

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Über die Kampagne

zecken-stich.ch ist eine Aufklärungskampagne über Zecken und durch Zecken übertragbare Krankheiten. Auf dieser Seite finden Sie umfassende Informationen rund um die Themen Zecken, Schutzmöglichkeiten vor Zeckenstichen und die Risiken von durch Zecken übertragbaren Krankheiten. Kontaktieren Sie unbedingt einen Arzt oder Apotheker, wenn nach einem Zeckenstich Beschwerden auftreten oder Sie Fragen zu Ihrer Gesundheit haben.
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) begrüsst die Kampagne «zecken-stich.ch».