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14.01.2019

Besteht das Zecken-Risiko auch im Winter?

Zeckenrisiko im Winter

Zeckenstiche können ernsthafte Krankheiten mit teilweise bleibenden – in seltenen Fällen tödlichen – Folgen verursachen. Zecken können unter anderem die Erreger der Lyme-Borreliose oder/und der FSME übertragen.

Das Jahr 2018 war ein rekordträchtiges Zeckenjahr mit einem deutlichen Anstieg von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)-Fällen in der Schweiz. Gilt das auch für die kalte Jahreszeit? Was machen Zecken im Winter? Sind Zecken auch im Schnee aktiv? Erfahren Sie, was es in der Winterzeit zu beachten gilt und wie Sie sich optimal auf die kommende Zeckensaison vorbereiten können.

Das Risiko, von Zecken befallen zu werden, ist im Winter wesentlich kleiner als im Frühling und im Sommer. Doch Zecken können auch im Herbst und sogar im Winter aktiv sein, abhängig von der klimatischen Lage.

Vorsicht vor Zecken bei wärmeren Temperaturen

Zecken benötigen Wärme und Feuchtigkeit, um aktiv zu werden. Einige warme Tage hintereinander können auch im November die Zecken wieder aktivieren. Seien Sie deshalb auch an (besonders etwas milderen) Wintertagen vorsichtig und schützen Sie sich. Denken Sie bei den Vorsorgemassnahmen auch an Ihre Haustiere: Denn die Zeckenzeit für Hunde, Katzen oder Pferde entspricht der Zeckenzeit für Menschen.

Rechtzeitig vorsorgen für die nächste Saison

Nach der Zeckensaison ist vor der Zeckensaison: Sinken die Temperaturen länger unter sieben Grad Celsius, endet die Zeckenzeit und die Zecken verfallen in eine Winterstarre. Doch der nächste Frühling kommt bestimmt: Sie können sich vor Zeckenstichen schützen, indem Sie…

  • … Orte mit potenziellem Zeckenkontakt meiden: Wald- und Wegränder, Gestrüpp, Unterholz, Gräser und Farne bis 1,5 m Wuchshöhe und in Höhenlagen bis 2’000 m über Meer.
  • … achtsam sind: Zecken sind im Frühling und Herbst besonders aktiv.
  • … ein Zeckenschutzmittel (Repellent) für Haut und Kleider benutzen.
  • … geschlossene, bedeckende und helle Kleider trägen: Zecken sind auf hellen Kleidern besser erkennbar und können so noch vor einem möglichen Stich entfernt werden.
  • … Ihren Körper und Ihre Kleidung nach einem Aufenthalt in der Natur gut nach Zecken absuchen: hat eine Zecke schon zugestochen, entfernen Sie diese schnellstmöglich.

Zecken können in der Schweiz verschiedene Krankheitserreger auf den Menschen übertragen. Die Lyme-Borreliose wird durch ein Bakterium verursacht. Rechtzeitig erkannt und mit Antibiotika behandelt, kann diese Krankheit in der Regel vollständig geheilt werden. Die FSME wird durch ein Virus verursacht. Gegen diese Krankheit ist eine Schutzimpfung vorhanden. Zu den vorhandenen Impfungen können Sie sich bei Ihrem Hausarzt oder Apotheker informieren.

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Über die Kampagne

zecken-stich.ch ist eine Aufklärungskampagne über Zecken und durch Zecken übertragbare Krankheiten. Auf dieser Seite finden Sie umfassende Informationen rund um die Themen Zecken, Schutzmöglichkeiten vor Zeckenstichen und die Risiken von durch Zecken übertragbaren Krankheiten. Kontaktieren Sie unbedingt einen Arzt oder Apotheker, wenn nach einem Zeckenstich Beschwerden auftreten oder Sie Fragen zu Ihrer Gesundheit haben.
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) begrüsst die Kampagne «zecken-stich.ch».