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28.03.2019

FSME: Ausweitung der Risikogebiete

Ausweitung FSME-Risikogebiet

Aufgrund der zunehmenden Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)-Erkrankungen in den letzten Jahren hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Risikogebiete für FSME ausgeweitet. Neu gilt die ganze Schweiz mit Ausnahme der Kantone Genf und Tessin als Risikogebiet. Hier erfahren Sie, was das für Sie und Ihre Liebsten bedeutet.

Zeckenstiche können ernsthafte Krankheiten mit teilweise bleibenden – in seltenen Fällen tödlichen – Folgen verursachen. Zecken können unter anderem die Erreger der Lyme-Borreliose oder/und der FSME übertragen.

Je nach Aktivität und Mobilität sind Einwohner der ganzen Schweiz betroffen

Das Expositionsrisiko kann je nach Beruf (z.B. Land- und Forstwirtschaft) und Hobby (z.B. Wandern) variieren. Personen, die sich häufig draussen aufhalten, besitzen ein potenziell höheres Risiko, von einer Zecke gestochen zu werden.

In der Schweiz findet man Zecken bis in Höhenlagen von ca. 2’000 m über Meer. Insbesondere Waldränder, Waldlichtungen, Waldwege und Hecken von Laub- und Mischwäldern mit üppigen Gräsern, Sträuchern und Büschen sowie hohes Gras- und Buschland bilden den bevorzugten Lebensraum der Zecke.

Die FSME-Impfung wird für Personen mit einem erhöhten Expositionsrisiko empfohlen

Das BAG empfiehlt die Impfung gegen FSME für alle erwachsenen Personen sowie Kinder (im Allgemeinen ab 6 Jahren), die in einem Risikogebiet (alle Kantone ausser Genf und Tessin) wohnen oder sich zeitweise dort aufhalten.

Für eine vollständige Grundimmunisierung gegen FSME durch eine Impfung sind drei Injektionen (Impfungen) erforderlich. Wer die FSME-Grundimmmunisierung mit insgesamt drei Injektionen vollzogen hat, sollte nach 10 Jahren, falls weiterhin ein Risiko besteht, die Impfung auffrischen. Mehr zur FSME-Impfung.

Sie können sich vor Zeckenstichen schützen, indem Sie…

  • … Orte mit potenziellem Zeckenkontakt meiden: Wald- und Wegränder, Gestrüpp, Unterholz, Gräser und Farne bis 1,5 m Wuchshöhe und in Höhenlagen bis 2’000 m über Meer.
  • … achtsam sind: Zecken sind im Frühling und Herbst besonders aktiv.
  • … ein Zeckenschutzmittel (Repellent) für Haut und Kleider benutzen.
  • … geschlossene, bedeckende und helle Kleider tragen: Zecken sind auf hellen Kleidern besser erkennbar und können so noch vor einem möglichen Stich entfernt werden.
  • … Ihren Körper und Ihre Kleidung nach einem Aufenthalt in der Natur gut nach Zecken absuchen: hat eine Zecke schon zugestochen, entfernen Sie diese schnellstmöglich.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen zu Ihrer Gesundheit an Ihren Hausarzt oder Apotheker.

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Über die Kampagne

zecken-stich.ch ist eine Aufklärungskampagne über Zecken und durch Zecken übertragbare Krankheiten. Auf dieser Seite finden Sie umfassende Informationen rund um die Themen Zecken, Schutzmöglichkeiten vor Zeckenstichen und die Risiken von durch Zecken übertragbaren Krankheiten. Kontaktieren Sie unbedingt einen Arzt oder Apotheker, wenn nach einem Zeckenstich Beschwerden auftreten oder Sie Fragen zu Ihrer Gesundheit haben.
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) begrüsst die Kampagne «zecken-stich.ch».