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Erste Hilfe bei Zeckenstichen

Die Auffahrt und die folgenden Tage werden immer wieder gerne als Brückentag genutzt, um bei schönem Wetter die Zeit mit Freunden und Familie im Freien zu verbringen. Der vorsommerliche Mai ist aber auch die ideale Zeit für ungebetene «Gäste». Informiere dich hier, wie du dich vor Zecken schützen kannst und dich bei Zeckenstichen richtig verhältst.

Zecken können in der Schweiz verschiedene Krankheitserreger auf den Menschen übertragen. Die zwei wichtigsten sind das Bakterium Borrelia burgdorferi, der Erreger der Lyme-Borreliose, und ein Virus, welches die Frühsommer-Meningoenzephalitis (auch Zeckenenzephalitis oder kurz FSME genannt) verursacht.

5 bis 30 Prozent (teilweise sogar bis zu 50 Prozent) der Zecken in der Schweiz sind mit dem Bakterium «Borrelia burgdorferi» infiziert. An der Lyme-Borreliose, die durch dieses Bakterium hervorgerufen wird, erkranken in der Schweiz jährlich schätzungsweise 6’000 bis 12’000 Personen. Rechtzeitig erkannt und mit Antibiotika behandelt, kann in der Regel diese Krankheit vollständig geheilt werden.

Endemiegebiete mit Zecken, die das FSME-Virus in sich tragen, kommen vorwiegend in der Nordostschweiz, aber auch anderen Schweizer Regionen vor. Etwa 1 Prozent der Zecken in diesen Gebieten trägt das Virus in sich. Jährlich werden zwischen 100 und 250 Fälle von Zeckenenzephalitis registriert, ca. 80 Prozent dieser Patienten müssen im Spital behandelt werden. Gegen FSME existiert eine Schutzimpfung. Die Impfung gegen FSME ist die einzige zuverlässige Methode, das Risiko dieser Virenerkrankung in Endemiegebieten zu minimieren. Hingegen kann man sich nicht mit einer Impfung vor Borreliose und anderen durch Zecken übertragenen Krankheiten schützen.

Am besten gar nicht gestochen werden: Was kann ich vorbeugend tun?

  • Orte mit potenziellem Zeckenkontakt meiden: Wald- und Wegränder, Gestrüpp, Unterholz, Gräser und Farne bis 1,5 m Wuchshöhe und in Höhenlagen bis 2’000 m über Meer.
  • Achtsam sein: Zecken sind im Frühling und Herbst besonders aktiv.
  • Ein Zeckenschutzmittel (Repellent) für Haut und Kleider benutzen.
  • Geschlossene, bedeckende und helle Kleider tragen: Zecken sind auf hellen Kleidern besser erkennbar und können so noch vor einem möglichen Stich entfernt werden.

Und falls doch: Wie muss ich reagieren?

Suche Körper und Kleider möglichst schnell (mindestens noch am selben Tag) nach Aufenthalt an Orten mit potenziellem Zeckenkontakt nach Zecken ab. Zecken stechen vor allem in den Kniekehlen, Leisten und Achselhöhlen (bei Kindern auch im Kopfhaarbereich).

Je länger eine Zecke Blut saugt, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Borreliose-Erreger übertragen wird. Die Zecke ist möglichst schnell mit einer feinen Pinzette zu entfernen. Fass die Zecke mittels Pinzette direkt über der Haut und entferne die Zecke durch kontinuierliches Ziehen. Desinfiziere anschliessend die Stichstelle. Niemals sollten Öl, Wachs oder Nagellack verwendet werden, um die Zecke zu entfernen. Diese Mittel können die Übertragung von Erregern begünstigen. Sollten nach einem Zeckenstich Symptome auftreten, ist ein Arzt aufzusuchen. Im Falle einer Infektion mit dem Borreliose-Erreger kann es typischerweise zu einer sogenannten Wanderröte kommen, einer sich kreisförmig ausbreitenden Hautrötung.